250
„ich würde mich unendlich glücklich fühlen durch die allerhöchſte Gnade, wenn mich dieſelbe nicht dem Na⸗ men nach von meiner guten Mutter trennte.“
Raſch und mit feuchten Augen trat der König auf den Junker zu und ergriff ihn bei beiden Händen.
„Sie ſind ein guter Sohn und werden darum auch Ihrem Könige ergeben ſein, der Ihnen wohlwill. Ueberbringen Sie der Freifrau von Tondern, Ihrer Mutter, Unſern Wunſch, ihr perſönlich Unſer Bedau⸗ ern auszuſprechen, daß ſie ſo lange fern von ihrer Familie leben mußte, von der ſie ſo ſehr geliebt zu werden ſcheint.“
Tief beugte ſich Hans über die Hand des Für⸗ ſten; dieſer ſelbſt wandte ſich raſch und bewegt ab.
Lange wagte der Adjutant, welcher Hans verab⸗ ſchiedet hatte und wieder eingetreten war, das tiefe Sinnen ſeines Herrn nicht zu ſtören.
Endlich wandte ſich der König um. Sein Auge ſchimmerte feucht und ſein Antlitz war ruhig und klar, wie von Bär daſſelbe ſeit langer Zeit nicht geſehen hatte.
„Danken Sie Uns nicht!“ ſagte der König mild, indem er ſeinem treuen Diener warm die Hand reichte. „Wir haben Ihnen zu danken, daß Sie uns durch Ihren Eifer vor einer Ungerechtigkeit bewahrt haben,


