38
ihm, die ſeinen Arm packte und hoch emporhielt. Drei⸗, viermal entlud ſich der Revolver in die Luft und man hörte das Schwirren der Kugeln in den Bäumen. Mit einem Gebrüll der Wuth hatte ſich Dein Vater auf meinen Retter geſtürzt und ihn zu Boden geworfen. Heulend umkkreiſte der Hund die ſich auf der Erde Wälzenden. Es war ein ſchrecklicher Anblick, entſetzlicher als die Todesfurcht, die mir bis⸗ her Herz und Sinne gefangen hielt.
Tondern behielt ſchließlich die Oberhand. Er blutete aus einer Wunde an der Stirn, ſchien aber ſorgfältig darauf Bedacht zu nehmen, ſeinen unzurech⸗ nungsfähigen Gegner zu ſchonen. Dein unglücklicher Vater ſchien ermattet; Tondern hatte ſich des Revol⸗ vers bemächtigt und ihn zu ſich geſteckt. Kaum jedoch hatte er ſeine Kniee von der Bruſt des Grafen ent⸗ fernt, als dieſer mit einem wilden Schrei aufſprang und durch den Wald entfloh. Lange noch tönten ſeine wilden Rufe durch die Einſamkeit.
Ich lag halb ohnmächtig auf dem Raſen. Ton⸗ dern richtete mich auf und langſam kehrten wir nach Helmberg zurück. Es war ein trauriger Gang. Hätte es ſich um mich gehandelt, viel lieber hätte ich mich tödten laſſen.
Mein Mann hatte die Richtung nach Helmberg
——
——
——


