Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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zugeben. Der plötzliche Tod meines Vaters, den ich

nach Dir am meiſten liebte, vermochte nicht, mich meiner Pflicht untreu zu machen; ich freute mich wie ein Kind über jedes freundliche Wort, jedes Lächeln, das ich meinem Manne entlockt hatte; er war ſanfter gegen ſeine Untergebenen geworden. Ich belächelte ſchon die ſchrecklichen Gedanken, die mich dann und wann durchzuckt hatten, und ſöhnte mich faſt wieder mit meinem Daſein aus.

Da, an einem Auguſttage, in den heißeſten Mit⸗ tagsſtunden, ließ Dein Vater plötzlich ſeine vier Brau⸗ nen anſpannen und befahl mir in einem Tone, wie er ihn die letzte Zeit nicht mehr gegen mich angenom⸗ men, ihn zu begleiten. Ich ſuchte ihm die Fahrt aus⸗ zureden, aber er ſah mich ſo wild und drohend an und ſein Benehmen ward ſo aufgeregt, daß ich ferne⸗ ren Widerſpruch nicht wagte, ſondern mich, banger Ahnungen voll, zur Fahrt rüſtete.

Du erinnerſt Dich des Weges, der von Helm⸗ berg abwärts führt, gegen die Landſtraße zu. Dein Vater fuhr dieſen Weg ſonſt immer mit äußerſter Vor⸗ ſicht und im Schritt. Diesmal machten wir ihn in Carrière und er ſchlug wüthend auf die Pferde ein. Du weißt auch, daß man bei der ſcharfen Wendung, durch welche der Weg nach dem Dorfe einbiegt, un⸗