Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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andere mehr oder weniger wahrnehmbare Zeichen, durch welche ſie die Freundin zur Geheimhaltung des An⸗ vertrauten aufforderte, vermochten ebenſo wenig Jo⸗ lanthens Aufmerkſamkeit zu entgehen, als Gertrud's Ver⸗ wirrung zu vermindern.

Nun, Mademoiſelle Gerta, begann Jolanthe wie⸗ der mit ſüßlichem Lächeln und giftigem Blick,wollen Sie mich nicht auch an Ihren Geheimniſſen Theil neh⸗ men laſſen?

Gertrud ſchwieg. Ilka riß ihr faſt das Kleid aus den Falten.

Da ertönte die Stimme der Baronin ſtreng und gebieteriſch von ihrer Cauſeuſe herüber:

Was gibt es da, Jolanthe? Wer hat Geheimniſſe mit meiner Tochter?

Jolanthe lachte gezwungen.

Fräulein von Nortwald und Ilka waren ſo vertieft in ihr Geſpräch, daß es mich intereſſirte, den Inhalt zu erfahren. Wenn ich hätte vorausſehen können, daß derſelbe ein Geheimniß iſt, ſo würde ich natürlich nicht ſo indiscret geweſen ſein.

Das Intereſſe einer Mutter für die Art der Unter⸗ haltung ihres Kindes iſt keine Indiscretion. Nun, Fräu⸗ lein von Nortwald, wollen Sie die Güte haben, mir zu

wiederholen, was Sie meiner Tochter eben mittheilten?

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