Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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Achtzehntes Kapitel.

Auch in Lorin pflegte auf anſtrengende Feſtlich⸗ keiten, wie das Kißnagy⸗Diener und die ſchwäbiſche Kirchweih, jene ſchläfrige Stille einzutreten, in welcher ſelbſt die allzeit ſegelfertigen Wünſche ihre glänzenden Fittige ſenken.

Dazu kam, daß die Stimmung der Baronin ſeit der Kirchweih, der ſie nicht hatte anwohnen können, eine andere geworden war als bisher.

Ilka vermißte mehr als einmal die immer gleiche Güte ihrerangebeteten Mama und Gertrud fühlte bei aller äußern Höflichkeit, daß der Ton, in dem die Baronin mit ihr verkehrte, merklich kühler geworden war; ſie wurde nicht mehr Gertrud oder liebes Kind genannt, ſondern war wieder Fräulein von Nortwald, und oft, wenn ſie ſich unbeobachtet geglaubt, begegnete ſie