Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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ihrer Verwandten nicht rechtfertigte. Manchmal zogen ſich ihre feingezeichneten und etwas über die Augen hervortretenden Brauen tiefer, und ihr Geſicht hatte dann eine entfernte Aehnlichkeit mit einer zornigen Pantherkatze. Sobald ihr Auge jedoch dem Blick der Baronin begegnete, glätteten ſich Jolanthens Züge und ein Lächeln, bei welchem jedoch keiner ihrer kleinen milchweißen Zähne ſichtbar wurde, umſpielte die ſchma⸗ len Lippen.

Ilka hatte ſo eben die lebhafte kindliche Schilde⸗ rung ihrer Reiſe beendet, und der Ulanenlieutenant Graf Serravaglia bemerkte mit etwas unſicherer Stimme und einem nicht mißzuverſtehenden Blick auf die Er⸗ zählerin, man ſei durch die raſche Zurückkunft der bei⸗ den Damen kaum weniger überraſcht als beglückt worden, und Niemand könne ihnen dankbarer ſein als er, daß ſie den Plan eines Winteraufenhalts in Nizza aufge⸗ geben hätten.

Die Baronin ſchien etwas⸗ pangenehm berührt, es war ungewiß, ob durch die Bemerkung ſelber oder deren unverkennbare Beziehung zu ihrer Tochter, viel⸗ leicht durch Beides. 3

Sie hätte ſichtlich gern vermieden zu antworten, aber Ilka ſchwieg verwirrt und erröthend, und Jolanthe litzte den Grafen mit ihren dunklen Augen ſpöttiſch