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Ilka beſaß auch nicht dieſes ruhige wie in Marmor gemeißelte Geſicht, dieſe großen grauen Augen, über welche die roſigen Lider manchmal ſich herabſenkten, dieſe breite, klare Stirn mit dem Netz blauer Adern an den Schläfen, von welchen die ſeidenweichen aſch⸗ londen Haare in vollen Wellen zurückfloſſen, dieſe feine Naſe mit den beweglichen Nüſtern und den leinen ſchwellenden Mund, nicht dieſes ganze edle Antlitz, ſo ſtolz und ſo gut zugleich, daß man über den tiefen Ernſt des gedankenvollen Auges betrof⸗ fen war, während man noch an dem Lächeln des liebreizenden Mundes ſich erfreute. Das Alles machte auf den jungen Grundherrn jedoch vorerſt nur ei⸗ nen getheilten Eindruck, denn die„deutſche Fräulein“ ſchien nicht die geringſte Ahnung davon zu haben, was ein künftiger Herr von Lorin zu bedeuten habe. Als ihnen daher die Kammerfrau der Baronin entgegen⸗ kam, um die junge Deutſche auf das ihr angewieſene Zimmer zu führen, empfahl ſich der junge Mann ſehr raſch und pfiff ſehr laut und vernehmlich ſeinen Hun⸗ den, welche der Fremden noch immer ſchmeichelnd ge⸗ folgt waren.
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