Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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Nun auch gar noch Schwager! Er iſt aber trotzdem mit Feuer auf Mamas Idee eingegangen, die Güter meines verlobten Onkels aus meinem Vermögen wieder anzukaufen. Wir werden meiſt in Peſth und Wien leben und durch unſere Stellung gezwungen ſein, viel Geſellſchaft zu ſehen und ein großes Haus zu machen. Werdet Ihr uns nicht einmal dort beſuchen, wenn Ihr in unſere Nähe kommt?

Trotzdem ich Janos von jeher lieb hatte und keine für mich paſſendere Partie wünſchen könnte, ſo kann ich es Dir, die meine Vergangenheit kennt, doch anver⸗ trauen: die rechte Lebensfreude habe ich nicht mehr! Dazu habe ich zu viel Trauriges erlebt. Du weißt ja, wie ich Serravaglia geliebt habe! Mais pas- sons la-dessus! Die Hochzeitsreiſe werden wir nach Paris machen.

Jolanthe oder Mutter Emmerentia, wie ſie jetzt heißt und die als Oberin mehr Freiheiten hat wie die andern Nonnen ihres Kloſters, beſuchte uns zu⸗ weilen und wurde ſehr böſe, wenn wir ſie Jolanthe nannten oder irgend etwas berührten, was vor ihrer Kloſterzeit lag. Seit ſie von meiner Verlobung mit Janos weiß, iſt ſie noch nicht wieder in Lorin geweſen.

Herzliche Grüße von meiner Mutter und Janos. Ganz die Deine, Ilka.