Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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ſten Mädchen zu ſehen. Laß mich hier bleiben, Mama!

Gewiß ſollſt Du bei uns bleiben, mein Sohn, ſagte Frau von Lorin, indem ſie die Arme um ihre Kinder ſchlang,ich will von nun an nichts mehr ſein als Eure Mutter!

Herr von Lorin war eben in tiefes Nachdenken verſunken über die wunderbare Begebenheit, daß man ſeinen Freund Kißnagy für unheilbar tobſüchtig er⸗ klärt und in eine Irrenanſtalt geſperrt habe, während man ſeine Güter von einem Curator verwalten ließ. Da theilte ihm der Kammerdiener ſchüchtern, weil er die Ungnade ſeines Herrn befürchten mochte, mit, daß derſelbe die Fahrt von der Eiſenbahnſtation bis ins Schloß buchſtäblich auf ſeinem Sohn und Erben Sandor gemacht habe. Der Kammerdiener brauchte lange, um dem Grundherrn die ganze Situation anſchaulich zu machen; als dieſer ſie jedoch endlich begriffen, gefiel ihm der tolle Streich ſeines Teufelsjungen ſo außer⸗ ordentlich und er lachte darüber in einer bei ſeinen Körperverhältniſſen ſo tollkühnen Weiſe, daß der Kam⸗ merdiener, um dieſer Heiterkeit Einhalt zu thun, ihm berichtete, eins ſeiner Lieblingspferde ſei krank

und es ſtehe zu befürchten, daß es nicht wieder auf⸗ komme.