Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

Ueber Lorin lag jene träumeriſche ſatte Ruhe, wie ſie großen Entſcheidungen zu folgen pflegt. Gleich dem Strom, der, nachdem er ſchäumend ſeine Ufer über⸗ ſchritten, wieder in ſein früheres Bett zurückkehrt, hat⸗ ten ſich die Leidenſchaften wieder in die engen Gren⸗ zen der verſchloſſenen Menſchenbruſt zurückgezogen. Allein die Ufer ſind zerklüftet und zerriſſen, und trübe und langſam windet ſich der müde Strom zwiſchen ſeinen veränderten Geſtaden.

Auf dem Kirchhof des Dorfes hatte die Ulanen⸗ ſchwadron ihren Oberlieutenant mit allen kriegeriſchen Chren beſtattet, und die Elfe von Lorin, wie Gertrud Aranka einſt genannt, ruhte unter der Raſendecke des Parks, nahe der Stelle, wo ſie ihrem entweihten jungen Leben ein Ende gemacht hatte. Ein einfaches weißes