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eigenen Selbſtüberhebung. Sie wollen allein die Herr⸗ ſcher ſein, das iſt Alles. Die ſogenannte Freiheit des Volkes kümmert Sie wenig!“
Werdenau hielt einen Augenblick inne, und als alle in dumpfem Schweigen verharrten, fuhr er fort:
„Ich kann um eines ſolchen frevelhaften Spiels willen nicht Tauſende meiner langjährigen Waffenge⸗ fährten in manchem blutigen Strauß überfallen und niedermetzeln laſſen. Ich kann ſie nicht in dem Augen⸗ blicke durch Schweigen verrathen, da ſie mir zum Ab⸗ ſchied die Hand reichen!“
Graf Ketlan wandte ſich brüsk ab.
„Dann verrathen Sie eben uns!“
„Auch das möchte ich nicht!“ ſagte Werdenau mit weicher Stimme, indem er ſich an die Baronin wandte. „Ich habe die Gaſtfreundſchaft Ihres Hauſes genoſſen und nehme den innigſten Antheil an Ihren Schickſalen, gnädigſte Frau! Als ich zwiſchen die herbe Alternative geſtellt war, Ihnen gegenüber eine zweideutige Rolle zu übernehmen oder meine militäriſche Pflicht zu ver⸗ letzen, bat ich um Verſetzung und, als dieſe mir ver⸗ weigert wurde, um meine Entlaſſung. Solange ich Offizier war, mußte ich die Handlungen des Herrn Grafen überwachen laſſen; aber ich zitterte davor, com⸗ promittirende Entdeckungen zu machen, die ich hätte


