Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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In Sard war man inzwiſchen in voller Thätigkeit. Die dortige Bühne hatte ſich für die Aufführung des Zriny als zu klein herausgeſtellt und mußte auf das Machtwort Kißnagy's binnen wenig Tagen umgebaut werden. Aus Peſth kam ein berühmter Maſchiniſt, um die Herſtellung des Maſchinenraums zu überwachen. Der letzte Act, der Brand des alten Schloſſes von Sigeth und das Zuſammenſtürzen des in die Luft ge⸗ ſprengten Pulverthurms, ſollte mit möglichſter Treue in Scene geſetzt werden.

Der Bankettſaal wurde mit den ungariſchen Far⸗ ben und andern hiſtoriſchen Emblemen ausgeſchmückt und ſelbſt in den Zimmern, wo die Gäſte übernachten ſollten, hatte man für Erinnerungen aus den unga⸗ riſchen Befreiungskämpfen geſorgt. Die von der The⸗ atervorſtellung angeregte, vom Bankett erhitzte Einbil⸗ dungskraft der Gäſte ſollte hier durch die bildliche Darſtellung einer Scene aus dem ungariſchen Ver⸗ zweiflungskampfe genährt werden, dort fielen dem Gaſt Petöfi's melancholiſche Freiheitslieder in die Hände, und in einem Zimmer war wie aus Zufall ein vergilbter Lorbeerkranz mit den ungariſchen Schleifen hängen geblieben, der wohl einſt das Grab eines ge⸗ fallenen Freiheitskämpfers geziert hatte.

Während Kißnagy durch den Bau des Theaters