Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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17 Stimme, in welcher gewaltſam unterdrücktes Weinen klang, bat ſie:

Ich wünſche nichts ſehnlicher, als Sie und Ihr Haus noch heute von meiner Gegenwart zu befreien!

Die Baronin ſchaute das bleiche junge Mädchen einen Augenblick betroffen an. Aber das trockene La⸗ chen Jolanthens gab ihrem Geiſte die gewünſchte Rich⸗ tung wieder.

Um im nächſten Dorfe mit meinem Bruder zu⸗ ſammenzutreffen und Ihre Intriguen gegen den Frie⸗ den und die Ehre unſerer Familie...

Madame...

Ja, ich wiederhole es, gegen die Ehre unſerer Familie weiterzuſpinnen. Sie ſind eine Gefahr für uns geworden und als ſolche werden wir Sie im Auge behalten. Das Haus Lorin iſt keine Verſor⸗ gungsanſtalt für deutſche Abenteurerinnen.

Gnädige Frau, ſagte Gertrud tonlos und ſich mit äußerſter Anſtrengung vor dem Umſinken be⸗ wahrend,ich werde mich Ihrer Beobachtung nicht entziehen, ſo wenig Sie zu einer ſolchen auch das Recht haben. Ich werde das ſchon um meiner ſelbſt wil⸗ len thun. Ich werde bleiben, bis ich gerechtfertigt bin. Aber bis dahin bitte ich, mich nur als Ihre Gefan⸗

gene, nicht mehr als Ihren Gaſt zu betrachten. v. Schlägel, Graf Ketlan der Rebell. II. 2