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Bettola ſchlich hinter den Saͤulen fort, bis er uͤher⸗ zeugt war, er koͤnne die Geſtalt nicht mehr aus den Augen verlieren. Es ließ ſich nicht mehr bezweifeln, daß es Giovani war. Er wollte nicht ſcheiden ohne ein letztes Lebewohl. Er blickte ſich vorſichtig um; Alles ſchien ſtill, in Bianca's Zimmer war Licht. Er nahm eine Strickleider, warf ſie auf den Balken, der unter dem Fenſter hervoragte, befeſtigte ſie an ei⸗ nem eiſernen Stabe unten, und ſtieg behutſam hinauf. Bettola bewachte geſpannt jede ſeiner Bewegungen, und eilte dann zu ſeinen Freunden, damit ſich ſelbige von der Wahrheit ſeiner Angabe uͤberzeugten. Giovani war verſchwunden, aber die Leiter war noch da, alſo kein Zweifel, daß Bianca ihren Geliebten eingelaſſen habe. Nach einer kurzen Berathung beſchloſſen ſie, unten auf Giovani's Ruͤckkehr zu warten, und dann ihre Rache zu nehmen.
Das Erſte, was Giovani ſah, als er auf den Balken trat, war Bianca ſelbſt; ſie ſaß, abgewendet von ihm, wie es ſchien, in tiefe Gedanken verſunken. Er oͤffnete das Fenſter, doch ſo leiſe, daß es nicht ge⸗ hoͤrt wurde. In demſelben Augenblicke ſchlug Bianca in leidenſchaftlicher Aufregung die Haͤnde zuſammen, und rief:„O Giovani! haͤtte ich Dich nie geſehen, Dich nie gekannt!“
Giovani naͤherte ſich ihr.„Bianca!“ ſagte er leiſe.


