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„Ach, ach!“ fuhr er ploͤtzlich wieder empor,„da iſt ein Duettſolo von Violino primo, und Viola aus B claſſiſch, goͤttlich. Aber Sie geigen nicht Bratſche, ſondern Contrabaß?“ fragte er betruͤbt.
„Nein, Bratſche, wie ich geſagt, ſpiele ich, mein Herr Hofrath!“
„Oh, Sie claſſiſcher Menſch!“ ſchrie er ganz ent⸗ zuͤckt, und preßte mich dermaßen an ſeine Bruſt, daß mein zierliches Gilet ganz verknittert zu werden drohte. „Laſſen Sie uns nicht die Zeit verderben, und es ſo⸗ gleich probiren. Hierauf kroch er eifrig unter das For⸗ tepiano, riß zwei ſtaubige und ſchlecht beſaitete, aber an ſich tuͤchtige Inſtrumente hervor, druͤckte mir eines derſelben, eine Viola in die Hand, ſtellte auf den Kaſten ein Clavierpult, und legte den Part auf. Alles dieß war blitzſchnell geſchehen. Er ſelbſt legte die an⸗ dern Noten quer auf den Tiſch, ergriff eine Violine, und ſtand ſo mit vorgebuͤcktem Leibe und tief herabge⸗ ſenktem Haupte, denn er ſchien ſehr kurzſichtig, wie ein Halbmond, und ſchlug mit dem Violinbogen un⸗ geduldig auf den Tiſch.
Das ſonderbare Duett begann. Mein Part war nicht eben ſchwer, und ich des Viſtaſpielens nicht un⸗ gewohnt. So kam es daß ich ſelten fehlte. Immer freundlicher wurde des Hofraths Geſicht, immer zufrie⸗


