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tigkeit des Fiebers gebrochen war, mit wunderbarer Schnelligkeit meiner Geneſung zueilte.
Ich erhob mich vom Krankenlager mit zwei aller⸗ dings guten Vorſaͤtzen, naͤmlich: keine junge Dame mehr zu unterrichten, und nicht mehr an Erneſtine zu denken. Beide aber habe ich gebrochen. Meine eben nicht glaͤnzende Lage zwang mich naͤmlich, alle Launen und Unarten junger, mitunter recht huͤbſcher Schuͤ⸗ lerinnen zu tragen, welche ihre Lehrer, wenn ſie ihnen nicht zugleich den Hof zu machen verſtehen, mit der raffinirteſten Grillenhaftigkeit quaͤlen, und— ach! eben jener weite Abſtand ließ mich ewig Erneſtinen ſchauen, in der Verklaͤrung ihrer Sanftmuth, in ihrer himmliſchen Beſcheidenheit, in der ſpiegelklaren Rein⸗ heit ihres Gemuͤthes.
Ich hatte endlich mein letztes Examen gemacht, und die beſten Zeugniſſe erhalten. Nun hing mir der Himmel voll Geigen. Ich ſah mich im Geiſte als Buͤreaukraten, als Hofrath, als— Gott weiß was ſonſt noch. Ich gab meine Unterrichtsſtunden auf, und—— hier war ich an dem Hauſe No. 45 in der Sch... ſtraße, und unterbrach alle meine Erinnernn⸗ gen ohne Erbarmen, um mit klopfenden Herzen in den hohen geraͤumigen Thorweg zu treten. Ich wurde, nachdem mich die Domeſtiken hinlaͤnglich gemuſtert, und ich mein Begehren und Anſinnen wiederholt an⸗


