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Vierundzwanzig⸗Stunden⸗Biographie!— O ihr ungluͤcklichen Biographenſeelen, die ihr die Prachtfedern in euern Schweiß tauchet, um euern Helden ein wuͤr⸗ dig bezahltes Monument zu erſchwitzen; o ihr geplag⸗ ten Seelen rufe ich, nehmet euch ein Beiſpiel nach meinem Beiſpiel, und ſucht euch vier- und zwanzig lichte Stunden in dem Leben eurer Halbgoͤtter. Wahr⸗ lich, es waͤre euch und jenen beſſer gedient, der Olymp wuͤrde mit Halbgoͤttern gepfropft, und das Leben er⸗ ſchiene glaͤnzend und heiter, wie ein Ball mit kriſtall⸗ nen Leuchtern und goldnen Rahmen, und jede der ge⸗ ſchmuͤckten Taͤnzerinnen waͤre ein roſiger Engel, und jede Liebe eine Ewigkeit. Jeder Krieger waͤre dann ein Alexander, jeder Koͤnig ein Titus, jeder Staasmann ein Suͤlly, jeder Dichter ein Minos,— denn wer iſt ſo verdammt zum Staube, um auch nicht vier und zwanzig armſelige Stunden ſein eigen zu nennen?— Stille doch, Traͤumer, ich wollte ja meine eigenen fata Morgana erzaͤhlen. Was doch ein Selbſtbiograph wunderliches Zeug ſchwatzen kann.
Erſte Stunde.
Ich ſaß in meinem niedlichen Dachſtuͤbchen, und die Sonne guckte freundlich, aber kuͤhl in mein Zim⸗ mer wie eine Bravourſaͤngerin ohne Geld und ohne Stimme. Sie draͤngte ſich beinahe ſchuͤchtern durch
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