ſagte ſie, ich bin doch recht ungluͤcklich! Was alle Welt mit Freube erfuͤllt, macht mir unausſprechlichen Jammer. Jede arme Soͤldnersfrau freut ſich auf die Zuruͤckkunft ihres Mannes— und ich kann an die Ankunft meines Ge⸗ mahls nicht ohne Schrecken denken. Ach, welch ein Jammer wartet auf ihn; wie
werde ich ihm die ſchreckliche Geſchichte beybringen! O fuͤr uns beyde ſchlaͤgt
in dieſer Welt wohl keine freudige Stunde mehr!“ Es war ihr immer ganz unbeſchreiblich bange. Sie fand
nirgends Raſt und Ruhe. Sie ging bald von einem Zimmer in das andere,
bald in ihre Schloßkapelle, bald in den Garten. Wo ſie ging und ſtand, be⸗ thete ſie in ihrem Herzen zu Gott. Im Gebethe, in dem Gedanken, daß Gott alle Schickſale der Menſchen lenke, und
die verworrenſten Begebenheiten zu ei⸗


