Hauſe, rief der Graf, und fuhr auf, daß der Stuhl umſtuͤrzte. O warum haſt du mir dieſes denn nicht ſogleich ge⸗ ſagt, alter Vater? Auf der Stelle fuͤhre mich zu ihm.“
Menrad nahm das Kerzenlicht vom Tiſche, und der Graf folgte ihm in die Kammer an das Bette ſeines Sohnes. Der Kleine ſchlief ſo ſanft wie die Un⸗ ſchuld, und ſah ſo ſchoͤn aus, wie ein Engel. Der Graf konnte ihn an dem Glanze des Lichtes nicht genug betrach⸗ ten.„Da trift es wohl recht zu, ſagte Menrad, Gott giebt ſeinen Kindern
ihr Gluͤck im Schlaf.“ Dem Grafen
aber traten die Thraͤnen in die Augen. „Mein Gott, ſagte er, als ich in den Krieg zog, war er ein weinendes Kind⸗ lein und jetzt iſt er ein holder Knabe. O meine gute, liebvolle Gemahlinn! Jetzt erſt verſtehe ich deine Briefe, und


