hielt, und ganz in das Leſen vertieft ſchien. Er ging zu ihr hin. Sie war weiß gekleidet und hatte einen gruͤnen Hut auf. Ihre Geſichtsbildung war
ſehr ſanft, und in ihren Mienen be⸗
merkte man eine ſtille Schwermuth.
Sie hatte den Vater Menrad noch nie
geſehen; allein ſie erkannte ihn ſogleich aus der Beſchreibung, ſtand auf und gruͤßte ihn freundlich und mit ſichtba⸗ rem freudigem Vertrauen.
Menrad ſagte zu ihr:„Du mußt dieſe Heerde noch nicht lange weiden. Als ich den Mann, dem ſie gehoͤrt, kuͤrzlich ſprach, ſagte er mir nichts von dir.“ Sie antwortete, daß ſie ſchon mehrere Jahre im Gebirge die Schaafe huͤthe; allein in den Dienſt dieſes guten Mannes ſey fie erſt vor drey Tagen ge⸗ kommen.„ Woher biſt du denn, frag⸗
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