— 34— Glut, und auf Wald und Gebirg ſchwebte ein roͤthlicher Duft. Der Bo⸗ den war uͤberall mit Gras und Blumen bedeckt; die Voͤgel ſangen. Unten im Thale ruhte ein heller See, in dem ſich das Morgenroth und die gruͤnen Gipfel der Berge umher mit wunderbarer Klar⸗ heit abſpiegelten.
Der Knabe war wie vom Blite ge⸗ troſſen. Er war vor Erſtaunen außer ſich— es war ihm, als ſey er aus ei⸗ nem langen, tiefen Schlaf erwacht, und er taumelte wie ſchlaftrunken. Er konn⸗ te nur ſchauen— er fand lange keine Worte, ſein Erſtaunen anszudruͤcken. Endlich rief er:„Wo bin ich doch hin⸗ gekommen? Wie weit— wie unermeß⸗ lich weit iſt es um mich her! O wie ſchoͤn— wie herrlich iſt alles!“ Und dann ſtaunte er wieder eine hohe Eiche oder einen Felſen voll rüner Tannen,.


