nen hatte. Sobald er ſich außer aler
Gefahr befand, hatte die Graͤfinn, auf Zureden des Grafen und aus eig⸗ nem Antriebe ihres muͤtterlichen Her⸗ zens, die Ruͤckreiſe angetreten, um nur recht bald wieder bey ihrem lieben Kin⸗ de zu ſeyn. Sie war nur aus der Kutſche geſprungen, und ſogleich auf das Zimmer geeilt, wo ſie den kleinen Liebling ihres Herzens zu umarmen hoffte.
Alles im Zimmer erſchrack bey dem Anblicke der Graͤfinn. Margaretha that einen lauten Schrey.„O Gott, rief ſie, ſey mir und ihr gnaͤdig!“ Die Graͤfinn ſah die todtenblaſſen Ge⸗ ſichter— die rothgeweinten Augen— Margarethens Verzweiflung— die leere Wiege mit Schrecken. Niemand wollte auf ihre Fragen antworten. Tauſend bange Ahnungen, tauſend


