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überziehendes Bild an meinem inneren Auge vorbei und, von dem allmächtig gewordenen Selbſterhaltungs⸗ trieb beſeelt, ſtoße ich meinen Fuß gewaltſam gegen den Boden und ſiehe da, das Waſſer hebt mich, trägt mich empor, plötzlich wird es über mir lichter, ich tauche dus dem glasgrünen Waſſer auf und Gottes
belebende Sonne erfreut meine Sinne wieder mit
ihrem roſigen Lichte. Da aber, meine Damen, packt
mich zum erſten Mal Angſt und Beſorgniß, denn
wehe, ich ſinke wieder, ich ringe mich noch einmal mit
krampfhafter Anſtrengung empor, ſchnappe nach Luft,
ich kämpfe und kämpfe, aber mein Gewicht iſt ſchwerer
als mein Widerſtand, und ich ſinke zum zweiten Mal
tief unter, ohne mehr die Kraft und das Nachdenken
zu beſitzen, noch einmal nach Oben zu ſtreben, da
meine Beſinnung faſt ganz geſchwunden war.
Ja, ich wäre verloren geweſen, wenn Gott nicht
in ſeiner Barmherzigkeit und Güte mir unerwartet
einen Retter geſandt hätte. Ein junger Hallore, noch
halb ein Kind, der fern von den Uebrigen umher⸗
ſchwamm, hatte mein langes Untenbleiben bemerkt,
mein Auftauchen und Wiederunterſinken geſehen und
Verdacht geſchöpft. Mit allen Kräften ſtrebte er nach
der Stelle, wo ich zuletzt aufgetaucht, läßt ſich auf
den Grund des Waſſers ſinken und erblickt mich, als


