Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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überziehendes Bild an meinem inneren Auge vorbei und, von dem allmächtig gewordenen Selbſterhaltungs⸗ trieb beſeelt, ſtoße ich meinen Fuß gewaltſam gegen den Boden und ſiehe da, das Waſſer hebt mich, trägt mich empor, plötzlich wird es über mir lichter, ich tauche dus dem glasgrünen Waſſer auf und Gottes

belebende Sonne erfreut meine Sinne wieder mit

ihrem roſigen Lichte. Da aber, meine Damen, packt

mich zum erſten Mal Angſt und Beſorgniß, denn

wehe, ich ſinke wieder, ich ringe mich noch einmal mit

krampfhafter Anſtrengung empor, ſchnappe nach Luft,

ich kämpfe und kämpfe, aber mein Gewicht iſt ſchwerer

als mein Widerſtand, und ich ſinke zum zweiten Mal

tief unter, ohne mehr die Kraft und das Nachdenken

zu beſitzen, noch einmal nach Oben zu ſtreben, da

meine Beſinnung faſt ganz geſchwunden war.

Ja, ich wäre verloren geweſen, wenn Gott nicht

in ſeiner Barmherzigkeit und Güte mir unerwartet

einen Retter geſandt hätte. Ein junger Hallore, noch

halb ein Kind, der fern von den Uebrigen umher⸗

ſchwamm, hatte mein langes Untenbleiben bemerkt,

mein Auftauchen und Wiederunterſinken geſehen und

Verdacht geſchöpft. Mit allen Kräften ſtrebte er nach

der Stelle, wo ich zuletzt aufgetaucht, läßt ſich auf

den Grund des Waſſers ſinken und erblickt mich, als