„Wie? Willſt Du mich als D Deinen Abgeſandten zu ihr ſchicken? Würde ſie mich als ſolchen anerken⸗ nen? Würde ſie meinen Rathſchlägen eben ſo leicht folgen wie den Deinigen?“
Der Fürſt lächelte ſeltſam.„Nein,“ ſagte er,„als mein Abgeſandter— öffentlich von ihr als ſolcher empfangen und anerkannt— ſollſt und kannſt Du nicht zu ihr gehen. Ich habe mir das Alles wohl überlegt. Im Gegentheil, ſie muß gar keine Ahnung von dem eigentlichen Zweck Deiner Sendung haben, ſonſt erreichſt Du ihn nicht. Du mußt alſo ganz im Stillen bei ihr wirken, allmälig ihr näher rücken, wie ein ſchlauer Feind einer ſtark vertheidigten Feſtung unmerklich näher rückt. Haſt Du ſie aber ſicher mit Deinen geſchickt angelegten Minen umgeben, ſind alle Unternehmungen gereift— dann verſuchſt Du einen kühnen Sturm und die Feſtung iſt unſer!“.
„Das iſt ja ein förmlicher Feldzug!„ rief doh, entftammt von einer lange nicht empfundenen Freude, und fühlte plötzlich eine ungeheure deneaſt und Sturmesmacht in meinem Innern aufblitze
„Ja, ja,“ fuhr er fort,„das iſt es und ich halte Dich für einen guten Feldherrn, weshalb ich Dir auch die Eroberung dieſer für mich ſo werthvollen Feſtung übertrage.“


