Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Er ſetzte ſich ſodann mir gegeniber auf einen Stuhl, ſah mir feſt in's Auge und fing folgendermaßen zu ſprechen an:

Kurt, ich habe in W... ganz genaue Nachrichten über meine Schweſter erhalten; meine Eltern waren von jeder Kleinigkeit unterrichtet. Sie wird wahr⸗ ſcheinlich bald Wittwe ſein, ihr elender Mann liegt im Kloſter zu Z... auf der Gränze zwiſchen Italien 3 und der Schweiz, in den letzten Zügen. Da will ich mich denn mit ihr ausſöhnen, ich muß es, länger halte ich dieſe unnatürliche Zwietracht nicht aus. Sie bedarf eines kräftigen männlichen Beiſtandes, eines wahren Freundes, und wer kann ihr das mehr ſein als ich!

Wie alle Nachrichten übereinſtimmend lauten, liegt ſie in den Händen von Menſchen, die es keineswegs gut mit ihr meinen. Man zwickt und zwackt ſie, wo man kann, man ſchmeichelt ihr und verdirbt ſie, man flüſtert

ihr Liebesworte zuͦ und will ſich nur an ihr bereichern.. Das muß anders werden oder ſie geht zu Grunde. Könnte ich bei ihr ſein, es würde ſich Alles bald anders geſtalten, aber ſo lange ihre Abneigung gegen 4 mich dauert, geht das nicht und zwingen mag ich ſie nicht, mir zu lächeln. Ich kann alſo jetzt nicht hin und mag auch nicht ſtatt meiner aber ſollſt

Du zu ihr gehen,