Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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der Sohn des armen Gärtners in W... es nicht weit genug gebracht? War ich nicht der Freund und Gefährte eines reichen, großen Mannes, eines Fürſten⸗

ſohns und jetzt ſelbſt Fürſten geworden? Waren nicht

alle meine menſchlichen Bedürfniſſe weit über meine

Erwartung hinaus befriedigt? Konnte ich Größeres wünſchen, angenehmer leben, herzlicher geliebt und ge⸗

achtet ſein?O nein! ſagte ich mir oft und doch

ſagte dazwiſchen wieder mein Herz:O ja! denn

eben dieſes Herz war todt in mir, lag trocken und

verödet in meiner Bruſt; keine ſüßere Regung, kein

höheres Streben füllte meine Seele aus und ein Tag

verging wie der andere, ohne daß ich mir ſelbſt hätte

zulächeln und ſagen können:Heute haſt Du einen

Fortſchritt im Leben gemacht, Du haſt ein Glück

empfunden, wie auch andere Menſchen es empfinden

und bedürfen, um ſich in ihrem irdiſchen Daſein wohl

und behaglich fühlen zu können.

Alles dies fiel nach Ablauf jener ſchon erwähnten ſieben Jahre mit Centnerſchwere auf mein Herz, als ich mich plötzlich und unerwartet in Adersbach ver⸗ einſamt und gerade mit einer neuen größeren Arbeit beſchäftigt fand. Es war nämlich eines Tages ein Brief aus W... angekommen, der die Meldung brachte, daß der alte Fürſt daſelbſt ſchwer erkrankt