Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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unft dachte, ſo ſah ich alle Tage mehr ein, daß, wenn ich ſo fortfahren würde, wie ich begonnen, mein Daſein ſehr gleichmäßig ſich abſpinnen und ich, ohne es zu ahnen, ein grauer und der äußeren Welt völlig entzogener Mann werden und bleiben würde. Das

wäre nun allerdings kein beſonderes Unglück geweſen, allein daß auf dieſe Weiſe mein Leben ſpurlos ver⸗ rinnen würde, hatte ich früher nie geglaubt, wie es ja auch nie meine Abſicht geweſen war, nur mir ſelbſt

und meinen Ideen zu leben, ohne der Welt irgend

einen Nutzen zu bringen. Denn auch ich, obgleich

ich ohne allen, Geiſt und Herz verzehrenden, ſelbſt⸗ quäleriſchen Ehrgeiz war, hatte wohl wie andere junge Renſchen meine perſönlichen Wünſche und Hoffnungen gehegt; auch mir war ein öffentliches Wirken, mit Nutzen für das Allgemeine und mit Auszeichnung für

Ziel erſchienen, und der innere Drang, mein Glück

meine Perſon, immer als ein ſehr begehrenswerthes

und meine Exiſtenz mehr meinen eigenen Kräften und Fähigkeiten als dem Wohlwollen und der Freigebig⸗ keit meines hochſinnigen Freundes zu verdanken, hatte

nicht ungehört an meine Bruſt geklopft und ſie zu

ſtärkerem Wogen veranlaßt. Immer aber, wenn dieſe Wünſche in mir lebendig wurden, zog mich der Ge⸗ danke an Bruno, an unſer ruhiges, friedfertiges Leben