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daß man die Gabe nur als einen Zoll der Dankbar⸗ keit und Freundſchaft, nie aber als eine Bezahlung ihrer Dienſte und Leiſtungen hätte betrachten können. Die vortreffliche Kapelle, die der verſtorbene Fürſt von Adersbach geſchaffen, hatte ſein Erbe gern beibe⸗ halten und er machte ſich ein beſonderes Vergnügen daraus, junge talentvolle Muſiker ausbilden zu laſſen
und ihnen ſpäter einen höheren Standpunkt in der
großen Welt zuzuweiſen, als ſie ihn je in unſrer klei⸗ nen hätten erringen können. Faſt täglich führten dieſe jungen Leute Concerte im Schloſſe auf, und es war noch kein Jahr nach unſrer Ankunft auf Adersbach
verfloſſen, ſo entwickelte ſich in meinem Freunde die⸗
ſelbe edle Leidenſchaft für Muſik, die ſeinen Pathen
einſt zu dem Mäcen aller böhmiſchen Muſiker ge⸗
macht hatte.
So lebten wir wie in einer kleinen Gelehrten⸗ und Künſtlerrepublik glücklich und zufrieden fort und es war außer mir kein Einziger unter uns, dem die Sehnſucht nach Außen hin und der Drang nach grö⸗ ßerem und lebhafterem Verkehr jemals eine Stunde getrübt hätte.
Von ſeinen reichen Mitteln machte der Fürſt den
weiſeſten und ausgedehnteſten Gebrauch,— viel mehr
nooch, als der alte Fürſt es vor ihm gethan. Er ver⸗


