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„Nicht ihretwegen allein— obwohl mir ihre Verachtung nahe genug geht. Auch nicht, weil ich weiß, daß ſie Recht hat— das ahnte ich früher ſchon manchmal mitten im tollſten Lärm und Taumel— das iſt es alſo nicht allein. Die Hauptſache iſt, daß mich Alles, was mir bisher über mich ſelbſt weggeholfen hat, anwidert bis zum Ekel und daß ich weder Luſt noch Grund zu etwas Beſſerem habe. Beſſer, was iſt überhaupt beſſer?— Vielleicht ſie— und ſie verachtet mich! Darum ſage, daß ich Recht habe, Donald, wenn ich mir aus dem Wege gehe.“
Donald war edelmüthig genug, um über das un⸗ behagliche Gefühl, welches ihm die nicht mehr anzu⸗ zweifelnden Beziehungen zwiſchen Thekla und Wladi⸗ mir verurſachten, raſch hinwegzukommen, und die Theilnahme, mit welcher er zu ſeinem Freunde ſprach, war von keinem Hauch der Eigenſucht getrübt:
„Höre, mein guter Wladimir! Ich will mich nicht ſtellen, als ob ich Stimmungen, wie die deine nicht verſtände. Ich habe ſie ſchon einigemal, wenn auch aus andern Urſachen und mit weniger Energie durchgemacht. Denn, wenn ich jedesmal, wenn mir meine eigene ſchlechte Geſellſchaft läſtig war, nicht mehr hätte leben können, ſo hätte ich mich ſchon ein dutzend Mal todtſchießen müſſen. Höre, Wladimir, ich habe


