Teil eines Werkes 
3. Band (1876)
Entstehung
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ſich Ihr Blick wieder ſehnſüchtig nach der Ferne wen⸗ den, und jede Wandlung der Politik, jedes aufregende Zeitereigniß kann der Tod Ihrer Liebe ſein... Ich darf meine Mündel nicht in dieſem Strome entfeſſelter Ideen untergehen laſſen.

Ruhig hatte Carloni zugehört.

Woher wiſſen Sie, fragte er trübe,daß jener Strom nicht längſt ſein Ufer ſuchte? Ob die Liebe nicht der Tod jener himmelſtürmenden Raſtloſigkeit ſein würde, die nach den Sternen griff, weil ſie das Glück der Erde nicht erreichen konnte; ob nicht die Ruhe einer gleichgeſtimmten Seele Quelle und Ziel jener Sehnſucht war, welche die Welt mit dem Schwerte beglücken wollte weil es ihr mit der Palme nicht gelang?

Fiammetta iſt zu gut für ſeeliſche Verſuche, entgegnete der Prieſter kalt.

Carloni richtete ſich auf, das helle Roth flammte wieder über ſeine Wangen:

Und das iſt die Freiheit, die Sie Fiammetta nach dem Wunſche ihres Vaters wahren wollten?

Lazzardi zuckte zuſammen:

Ich bewahre ihr dieſe Freiheit, indem ich ſie nicht willenlos dem Sturm Eurer Leidenſchaft über⸗ gebe.