Teil eines Werkes 
3. Band (1876)
Entstehung
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hörten, machten ſich einige freigeiſtige Städtler, welche mit großen Kalabreſern, langen Straußenfedern, Sammt⸗ röcken und hohen Stiefeln angerückt waren, über den armen Alten luſtig. Aber dieſer ſang und declamirte unverdroſſen weiter; das erlogene Pathos des Hun⸗ gers wurde zum Feuer des Patrioten, der von Licht und Völkerfreiheit ſang, und die Wangen ſeines zit⸗ ternden Hauptes glühten.

Da erklang dicht neben ihm ein Triller wie aus der Bruſt einer robuſten Nachtigall und ihr ſchmettern⸗ des Pfeifen übertönte das Heldenlied....

Entrüſtet wandte ſich der Heldenſänger um und ſchaute in ein luſtiges Geſicht mit ſtruppig rothem Bart, dem die täuſchend nachgeahmten Laute ent⸗ ſtrömten....

Mit der Würde eines Granden trat der Straßen⸗ ſänger auf den Nachahmer der Vogelſtimme zu.

Ihr ſcheint ja große Eile zu haben, geſchätzter Herr!

Die rothbärtige Nachtigall verſtummte nnd der Sänger beendete ſein Lied. Dann ſammelte er die Kupfermünzen ein und überließ mit einer würdigen Verbeugung ſeinem Rivalen das Feld.

Dieſer ahmte die bekannteſten Vogelſtimmen nach

und ſchloß mit einem Gewieher, welches bei den auf⸗ 17 ½