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Auch Graf Donato war ein feingebildeter, für feine Zeit ſehr aufgeklärter Mann; ſeine Religion war ihm wie eine Feſſel und ſein Reichthum wie eine Ver⸗ ſuchung geweſen; er war jetzt 45 Jahre alt, unverhei⸗ rathet; und lebte wenn er ſich nicht auf großen Rei⸗ ſen befand, Sommer und Winter auf Iſolabella in tiefſter Zurückgezogenheit ſeinen Studien und der Ver⸗ waltung ſeines ausgedehnten Eigenthums auf dem Feſtlande..
3 Auf der Rückkehr von einer ſeiner Beſitzungen in der Nähe von Aronn, dem Geburtsort eines heilig⸗ geſprochenen Vorfahren St. Carlo hatte er, wie berich⸗ tet, den halbverſchmachteten Fremden aufgefunden, und ſeinem edlen Herzen folgend, denſelben ohne Bedenken auf ſein Inſelſchloß geführt. Er war Welt⸗ und Menſchenkenner genug, um zu ſehen, daß der Gerettete weder ein gewöhnlicher Menſch, noch ein Verbrecher
ſein konnte, und ſein Intereſſe an ihm ſteigerte ſich von Tag zu Tage; denn in den kurzen Augenblicken, wo es dem ſichtlich Leidenden geſtattet war, mit ſei⸗ nem Retter zu reden, hatte jener eine ungewöhnliche
Bildung und eine ruhige Sicherheit der Formen ge⸗ zeigt, daß der Graf nicht mehr zweifeln konnte, einen Menſch von Welt in ihm vor ſich zu haben. Sein vollendeter Takt, ſowie ſeine ärztliche Einſicht verhin⸗
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