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zum Thee zu gehen.— Niemand kümmerte ſich um mich— nur das Hausmädchen, welches gewohnt iſt, um dieſe Zeit unſer Zimmer für die Nacht zu ordnen, ſchien verwundert mich hier zu treffen. Ich fühlte, wie ich glühend roth wurde vor Scham.„Ich bin unwohl und möchte hier bleiben“, ſtotterte ich.
Erna kam erſt ſpät. Sie ſchien keine Ahnung zu haben, wie ungerecht ſie gegen mich geweſen war.
„Weißt Du ſchon, daß morgen die Welt unter⸗ geht?“ ſagte ſie in leicht beſorgtem Ton, und mit dem freundlichen Lächeln, welches ihr ſo gut ſteht, und das alle ihre blendend weißen Zähnchen ſehen läßt.— Dies Lächeln hat noch Alle bezaubert die es geſehen... und auch mein Unwille hielt davor nicht Stand.
Heiße mich charakterlos, liebſte Lotte— heiße mich, wie Du willſt,— man kann eben doch nicht anders als ſie lieb haben.
Mit welcher überſprudelnden Heiterkeit ſie mir die Debatte von Miß Pipe und Pope über den bevor⸗ ſtehenden Weltuntergang erzählen konnte! Wenn Erna auch ernſterem Nachdenken lieber aus dem Wege geht, als es aufſucht, ſo hält ihr lebhaftes Köpfchen den⸗ noch oft auf überraſchende Weiſe die Eindrücke feſt, welche ſich ihr zufällig und mühelos bieten. Lebhaft
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