Teil eines Werkes 
2. Band (1876)
Entstehung
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heraus, was ihr durch das hübſche blonde Köpfchen geht; manchmal nicht allzu correkt, aber immer reizend, zuweilen ſogar hinreißend. Ich komme vor lauter Sorgfalt, richtig zu ſprechen, und vor ſteter Beſorg⸗ niß, Fehler zu machen, faſt nie zu einer längeren Rede... und es iſt nur natürlich, daß ſich die Da⸗ men, wenn ſie mit mir nicht weiter kommen, immer wieder an Erna wenden.

Durch Erna erfahre ich, daß Miß Pipe und Pope weder verwandt noch durch äußeren Zwang u dem gemeinſamen Leben veranlaßt worden ſind, wie ſie es führen. Sie waren Freundinnen von früher Jugendzeit, beide ohne nähere Verwandte und unabhängig. Zu ſtolz und gefühlvoll, um Ehen nach dem alltäglichen Muſter einzugehen, und nicht glücklich genug Herzen zu finden, die zu ihnen paßten, hatten ſie, des Allein⸗ ſeins überdrüſſig, zuerſt zuſammen eine Wohnung be⸗ zogen, dann miteinander größere Reiſen gemacht, und ſich endlich auf einer derſelben in dieſem reizenden Winkel Deutſchlands angekauft, wo ſie jetzt gemeinſam die Chikanen böſer Nachbarn ertragen. Obwohl Ge⸗ genſätze im Innern wie im Aeußeren, niemals gleicher Meinung, ſelbſt in den alltäglichſten Dingen, verleben ſie doch in Frieden und Eintracht ihre Tage.

Miß Pipe iſt die Aeltere. Alles an ihr iſt lang

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