Teil eines Werkes 
2. Band (1876)
Entstehung
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Alles trägt das Gepräge altväteriſcher gediegener Solidität, mit einem leiſen Anflug von Altjüngferlich⸗ keit in ſeiner wehmüthig freundlichen Bedeutung. Auf dem Schrank hat ein Schachbrett mit ſeiner gan⸗ zen karrirten Breite das zierliche Körbchen mit dem flügellahmen Zuckeramor und den verſtaubten Torten⸗ roſen in die Ecke gedrängt, und unter Glasglocken prangt eine Fülle von Roſen und anderen gemachten Blumen, vergilbt und verblichen wie die Geſichter derer, die ſie in lang vergangener roſiger Jugend ge⸗ tragen.

Jetzt gleiten die beiden ältlichen Weſen lautlos über die unter unſern Tritten hallenden Gänge und durch die niedern Thüren, die ſich ebenſo geräuſchlos öffnen und ſchließen dieſe braunen Thüren, die ſo ernſt und ſchweigſam ausſehen, als hätten niemals ungeſtüm pochende Kinderhände ihren Widerſtand her⸗ ausgefordert, als ſeien ſie nie von ſtürmiſcher Jugend klirrend in's Schloß geworfen worden. Nur die Meſ⸗ ſingknöpfe und die metallenen Drücker haben etwas vom Geiſt der Neuzeit, denn ſie glänzen ſo ſelbſtzu⸗ frieden, als dächten ſie:Wenn wir auch nicht von Gold ſind, ſo ſehen wir doch ſo aus, und das iſt heut⸗ zutage auch ſchon etwas. Ja, ja! der Verkehr mit der Außenwelt gibt eine gewiſſe Glätte!..