Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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ſein leichter, eiliger Schritt auf der ſtaubigen Land⸗ ſtraße verhallt.

Wie träumend ſtarrte Roſe ihm nach; plötzlich ſprang ſie auf und ſtieg raſch die Treppe zu ihrem Zimmerchen empor. Der Onkel hörte, wie ſie die Thüre hinter ſich verriegelte, und kopfſchü telnd mur⸗ melte er vor ſich hin:

Ihre Launen werden immer wunderbarer! Es iſt Zeit, daß wir nach Hauſe kommen.

Am andern Tage brachte ein Diener einen Brief an Herrn Profeſſor Herb, mit dem Bemerken, er ſolle auf Antwort warten.

Der Brief war von Roger und enthielt im Namen ſeiner Mutter die Einladung, morgen im Familien⸗ kreiſe in der Seeroſe mit ihnen zu Mittag zu eſſen. Zugleich war die Entſchuldigung beigefügt, daß die Damen ihren Beſuch nicht vorher machen könnten.

Im weißen Sommerkleide, die vollen Locken von einem Sammetbande zurückgehalten, betrat Roſe an der Seite ihres Onkels, der im dunklen Geſſellſchafts⸗ anzuge noch unſcheinbarer ausſah, wie ſonſt, zur feſt⸗ geſetzten Stunde die kiesbeſtreute Eichenallee, deren kühlen Schatten ſie an heißen Tagen oft ſchon ſehn⸗ ſüchtig betrachtet hatte. Ihr Herz klopfte beklommen,