Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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Ihr Herr Onkel ſcherzt wohl Sie ſprachen neulich von noch einigen Wochen.

Roſe's bleiches Geſicht ſah ſehr kalt aus, als ſie antwortete:

Allerdings; allein ſeitdem ſind Briefe gekommen, die unſere Abreiſe nöthig machen; wir gehen in drei Tagen.

Die Lippen des jungen Mannes zuckten wie vor Unruhe und innerer Erregung; haſtig ſagte er:

Laſſen Sie mich heute noch nicht Abſchied nehmen! Ich ſehe Sie noch einmal!

Thun Sie das lieber junger Freund! ſagte der Onkel mit mehr Herzlichkeit, als ſonſt in ſeinem Weſen lag;Sie haben uns zu ſo großen Dank ver⸗ pflichtet, daß wir Sie bereits wie einen alten Freund betrachten!

Der junge Mann ſtreckte ſeine Hand aus:

Sie auch, Fräulein Roſe? fragte er mit be⸗ wegter Stimme.

Gewiß, antwortete das junge Mädchen kühl und ihre Fingerſpitzen ſtreiften flüchtig ſeine Nechte; wir werden Ihrer ſtets mit Dankbarkeit gedenken.

Der junge Mann ließ die Arme ſinken und Roſe ſchlug die Augen nieder vor ſeinem ſchmerzlichen Blick; dann nahm er raſch Abſchied und bald war

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