Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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Eine heiße Blutwelle ſtieg in Roſe's Geſicht und raubte ihr faſt den Athem; wie heraufbeſchworen von der Macht ihrer träumenden Gedanken ſtand Der⸗ jenige vor ihr, deſſen Bild nicht von ihr weichen wollte, ſeit die blühenden Hecken am Rande der Sümpfe ſich über ihm geſchloſſen hatten.

Nun? fragte Roger befremdet,haben Sie heute keinen Gruß für mich?

Das junge Mädchen bot ihm ſchüchtern die Hand:

Der Onkel wird ſich ſehr freuen, Sie zu ſehen; erlauben Sie mir, ihn zu rufen.

Laſſen Sie ihn ſchlafen! wehrte Roger lächelnd ab⸗ nicht wahr, er ſchläft noch? und Roſe mußte es zugeſtehen.

Da ich Sie bereits im Freien ſah, wollte ich mich doch überzeugen, wie Ihre Gefangenſchaft Ihnen bekommen iſt, fuhr der Schloßherr fort und ließ ſich Roſe gegenüber nieder.

Der Onkel hat ſeinem Forſcherdrange eine leichte Erkältung zu danken, entgegnete Roſe, indem ſie ihre Arbeit wieder aufnahm, obgleich die Nadel in ihrer Hand zitterte.Mir geht es gut.

Sie ſind bleich, ſagte der Schloßherr nach einem forſchenden Blick in ihre Züge, daß Roſe be⸗

fangen den Kopf ſenkte.Die Hitze war freilich groß,