Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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hinter ſeinem Führer drein ſchritt, bis er wie ein an der Sonne ſchmelzender Schneemann triefend am feſten Lande ſtand.

Hier nahm der Schloßherr kurzen Abſchied von ſeinen Geretteten, Roſe's dankbaren Blick mit ſtummem Händedruck erwidernd und den wortreichen Dank des alten Herrn höflich, aber kühl zurückweiſend.

Sie müſſen uns jedenfalls beſuchen, rief der Letztere noch einmal;fragen Sie nur in Vignetän nach dem Profeſſor Herb, oder beſſer, nach demweißen Herrn, jedes Kind dort kennt uns.

Roſe ſagte Nichts, aber in ihren ſchimmernden Augen las der Scheidende ihre Zuſtimmung.

Tage waren ſeitdem vergangen.

Roſe ſaß am frühen Morgen unter dem Lauben⸗ gange vor ihrer Wohnung. Aber die weibliche Arbeit ruhte in ihrer Hand, und träumeriſch ſchweifte ihr Blick über die blühenden Wieſen und grünen Hecken hinaus in die duftumhüllte Ferne.

Da tönten leichte Schritte auf der Landſtraße und ein Schatten fiel auf den ſonnebeſchienenen Eingang der Laube. Vom Morgenlicht umfloſſen, von Weinlaub und den blauen Dolden der Glyeine wie in einen blühen⸗ den Ramen gefaßt, ſtand der Schloßherr von Roöll⸗Bö.