Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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Glieder und trat dann vor die Thüre. Auf dem flachen Steine nnter dem Thorbogen ſaß der junge Fremde, anſcheinend ganz in die Betrachtung des morgendlichen Bildes verſunken. Als er Schritte hörte, ſprang er auf, aber ein Zug von Enttäuſchung glitt über ſein ſchönes, dunkles Geſicht, als er den alten Herrn bemerkte. Höflich grüßend zog er den Hut und ſagte:

„Wie haben Sie geſchlafen?“

„Schlecht!“ beklagte ſich der Naturforſcher, der nach Art vieler alter Leute ſelten zugab, gut geſchlafen zu haben,—„das Unwetter von geſtern liegt mir noch in allen Gliedern.“

Der Schloßherr lächelte verſtohlen.

„Und das Fräulein?“ erkundigte er ſich in förm⸗ lichem Tone.

„Ach die Jugend ſchläft immer gutd; ſie iſt leicht gebettet!“

„Die junge Dame lebt immer bei Ihnen?“ fragte der Fremde leichthin, wie um das Geſpräch nicht ſtocken zu laſſen.

„Seit faſt ſechs Jahren. Der Vater, mein ſeliger Schwager, war Arzt; eine Epidemie raffte ihn und ſeine Frau in drei Tagen hin. Seitdem

haben wir das Mädchen zu uns genommen. Meine

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