Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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des gegenüberliegenden Ufers, während ſie ſelber durch den Nebel verborgen waren.

„Ein Stück Himmel— ſo nah! mit Händen greifbar!“ murmelte Robert; allein er ſah nicht hin⸗ nunter auf das Spiegelbild in der Tiefe, ſondern auf das junge Mädchen, das mit leuchtenden Augen an ſeiner Seite ſtand.

Unwillkürlich ſah Wanda jetzt herum bei dem ſeltſam innigen Ton, in welchem Robert ihre Worte wiederholte. Eine dunkle Röthe ſtieg in ihr Antlitz, ſie wandte ſich und ging, ohne die Blicke wieder zu Robert aufzuſchlagen, raſch ins Haus.

Verwirrt und beſchämt blieb der junge Mann ſtehen, wie überraſcht durch die eigenen, faſt gegen ſeinen Willen laut gewordenen Gedanken.

..„Diesmal iſt die weiße Nacht kurz— der Wind hat ſich gedreht und der Nordoſt macht mit dem Nebel wenig Umſtände..“

Es war Johann Evangeliſt Brand, welcher neben dem Touriſten ſtand und in ſeiner ſchnarrenden Mundart dieſe für einen Bergſteiger ſo angenehme Botſchaft brachte.

Und als wolle der Nordoſt, deſſen kräftigen Hauch Robert bereits deutlich an Stirn und Wange

fühlte, die Weiſſagung des Evangeliſten Brand be⸗