Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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und war nach Eintritt der Dunkelheit, oder bei et⸗ waigem Unwetter unausführbar. Ueberdieß war es Robert erwünſcht, aufzubrechen, ohne von der hübſchen

Einſiedlerin, die mit ihm unter einem Dache wohnte, Abſchied zu nehmen. Die Erinnerung an die eigen⸗ thümliche Unterhaltung von geſtern Abend hatte ihn ohnehin lange genug nicht einſchlafen laſſen. Und auch jetzt, kaum daß er erwacht war, tönte ihre melo⸗ diſche Stimme ihm wieder im Ohr— ſah er wieder ihr energiſch ſanftes Geſicht, angeglüht von dem flackernden Herdfeuer, ſtrahlend im Schimmer einer ruhigen edlen Begeiſterung für das Schöne und Große.

Umſonſt ſagte er ſich, daß er über das ſeltſame Weſen nichts wiſſe, als was ſie ſelbſt ihm geſagt,— daß ihre Art zu denken, ihre Erſcheinung und Lebens⸗ weiſe ſo weit ab lag von Allem, was er ſich unter einem begehrenswerthen Weibe bisher vorgeſtellt, er, der hübſche kluge Robert Frei, welcher Dank den Lehren ſeiner Angehörigen und ſeinen geordneten Ver⸗ hältniſſen, in der Beurtheilung der Frauen alt ge⸗ worden war, bevor er jung geweſen.

Zum erſten Mal kam ein Zweifel an ſich über Robert. Der Gedanke an die intereſſante Unbekannte beſchäftigte ihn mehr, als er vor ſich ſelbſt entſchuldigen