Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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35 nach das unterbrochene Geſpräch aufnahm, ſagte er:

„Und die Einſamkeit ſelber, weit ab vom menſch⸗ lichen Verkehr und von menſchlicher Hülfe— be⸗ ängſtigt Sie nicht?“

„Oh nein mein Herr! Ich fühle mich hier ſicherer als unter tauſend Menſchen, und die Natur in ihren erhabenſten Gebilden iſt freundlich gegen jene, welche ſie kennen und lieben.“

Die junge Dame war mit ihrer Blumenleſe zu Ende. Sie ordnete diejenigen ihrer farbenprächtigen Lieblinge, welche ihr nicht zu künſtleriſchen oder wiſſenſchaftlichen Zwecken dienten, zu einem Strauß, und ſteckte ſie in ein Glas voll Waſſer.

„Wir wollen den zarten Weſen ſo lange als möglich das Leben erhalten“, ſagte ſie heiter und erhob ſich, um das Zimmer verlaſſen.

Robert hatte eine faſt ſchmerzliche Empfindung dabei. Ihm war, als ob er die junge Dame nicht ſcheiden laſſen könne, ohne die Sicherheit, ſie wieder⸗ zuſehen.

„Der Führer ſagte mir“, begann er deßhalb haſtig,„daß Sie morgen den Saſſaplauna⸗Gletſcher beſuchen würden. Da auch ich zu dem Zweck hier bin, ſo bitte ich um die Erlaubniß, mich Ihnen an⸗ ſchließen zu dürfen.“

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