vielleicht auch durch Familienverhaͤltniſſe hiezu be⸗ wogen, ließ ſich von ſeiner ihm erſt vor Kurzem angetrauten Gemahlin wenige Wochen nach ihrer Geneſung wieder ſcheiden. Theils die Neigung zu einem leichten Lebenswandel, theils der Wunſch, ein ſo glaͤnzendes Leben wie bisher zu fuͤhren, wozu die von ihrem geſchiedenen Gemahl ausgeſetzte Sum— me lange nicht hinreichend erſchien, beſchloß die Graͤ⸗ fin ſich jenem Geſchaͤft zu widmen, das keineswegs ehrenvoll, ihr dennoch hoͤchſt lohnender Art zu wer⸗ den verſprach.— Voila tout, hier haſt Du die gan⸗ ze Affaire.“ Mit dieſen Worten beſchloß mein Freund ſeine Erzaͤhlung.
Ich fand die Verhaͤltniſſe der Graͤfin, unter den vorhergegangenen Umſtaͤnden, ganz natuͤrlich.— Was ſollte auch dem Maͤdchen, dem man Alles ge⸗ raubt, noch an ihrer Ehre und dem Urtheile der Welt gelegen ſein, deren allgemeine Stimme ſchon vor ihrer Vermaͤhlung mit dem Grafen D..er ih⸗ ren Stab uͤber ſie gebrochen hatte. Aber alle mei⸗ ne Luſt zu einer naͤhern Bekanntſchaft mit derſelben
war nach einer ſolchen Eroͤffnung fuͤr immer ver⸗


