—„Wa— Was?“ rief ich ſtotternd.„Ich glau⸗ be, Freund, unſer Abſchiedsdiner hat Dich auf die Idee gebracht, mir zur billigen Vergeltung einige Baͤren aufzuheften.“
—„Nein, Alfred, Du irrſt. Was ich Dir ſag⸗ te, iſt ſo gewiß wahr, als daß man die Graͤfin hier unter die Klaſſe jener Maͤdchen zaͤhlt, bei de— nen man fuͤr Geld Alles gewinnen, und nichts als die Geſundheit riskiren kann.“
—„Nicht moͤglich!“— rief ich; denn dieſe Verſicherung uͤberſtieg meinen Glauben an weibliche Verworfenheit.„Doch was bewegt ſie zu einem ſo ſchmaͤhlichen Handwerk?“— frug ich haſtig meinen Freund.
—„Manches ließe ſich daruͤber ſagen, doch wuͤrde dieß eine laͤngere Zeit, als Du mir ſchenken kannſt, erfordern; deßhalb will ich Dir meine Er⸗ zaͤhlung in moͤglichſter Kuͤrze vortragen.“
„Die Graͤfin, von Profeſſion zwar nur eine Waͤſcherin, aber wie Du Dich ſelbſt jetzt noch uͤber⸗ zeugen konnteſt, wunderhuͤbſch, erregte das Wohl⸗ gefallen des Grafen Arthur S., der das ſechszehn⸗


