Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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Einſam und verlaſſen, kein liebendes, die ſchwe⸗ ren Sorgen ſeiner Regierung theilendes Weſen zur Seite, fuͤhlte Don Carlos nach dem Abſterben ſei⸗ ner erlauchten Gemahlin Donna Maria Franziska

d' Aſſiſſi nur zu ſehr die einfoͤrmige, bloß durch das

Geraͤuſch des Krieges unterbrochene Stille ſeines Hoflebens.

Laͤngſt hatte ſein Herz dieſen Mangel empfun⸗ den, und insgeheim auch ſeine Wahl getroffen. Doch dieſelbe oͤffentlich zu erklaͤren, verbot die nahe Verwandtſchaft mit dem Abgott ſeiner gluͤhenden Liebe, der erlauchten Prinzeſſin Donna Maria The- resia di Braganza ed Bourbon, ſeiner erhabenen Nichte. Und dennoch mußte er ſie, an deren Be⸗ ſitz ſein Lebensgluͤck gebunden war, wieder ſehen.— Nicht laͤnger vermochte ſeine Sehnſucht durch die Graͤnzen der Zukunft in den Schranken der Geduld zu verweilen.— Sein mußte ſie werden, waͤre auch der Untergang der koͤniglichen Krone mit ihrer Hand verbunden geweſen.

Ein Entſchluß war eben ſo ſchnell gefaßt, als

in's Werk geſetzt. Nur der roͤmiſche Hof vermochte

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