— 31— Allein ſelbſt die allmaͤhlig hereinbrechende Dunkel⸗ heit vermochte die Neugierde des Volkes nicht zu beſchwichtigen, vielmehr ſchien ſich dieſelbe bei dem ſteten Zunehmen der Menſchenmenge ebenfalls zu verdoppeln.—
Endlich— nach vielen Stunden eines frucht⸗ loſen, vergeblichen Harrens, nahte auf der ſchoͤnen von Baierns Graͤnze nach Salzburg fuͤhrenden Heer⸗ ſtraße ein langer, mit fluͤchtigen Poſtpferden beſpann⸗ ter Wagenzug in eilendem Laufe.— Bald wurde derſelbe durch die zahllos wie die Aehren eines Korn⸗ feldes hin und wieder wogende Volksmaſſe zu ei⸗ ner langſameren Fortbewegung genoͤthiget, die das Volk zu benuͤtzen ſuchte, um ſich immer naͤher an die einzelnen Wagen zu draͤngen und ihren Inhalt deutlicher erblicken zu koͤnnen.
Doch die tiefere Dunkelheit, und das eigene ſorgfaͤltige Verhuͤllen der Reiſenden ließ jeden Ver⸗ ſuch der allgemeinen Neugierde ſcheitern.
In kurzer Zeit fuhren ſaͤmmtliche Waͤgen in den offenen Thorweg des Schloſſes ein. Schnell wurden hinter dem letzten die hohen Fluͤgelthuͤren


