— 30— eines gekroͤnten Hauptes in Anwendung zu kommen pflegen.
Selbſt Salzburgs zahlreiche Bevoͤlkerung theilte an dieſem Tage die in dem Schloſſe herrſchende Un⸗ ruhe. Eine Menge von Menſchen hatte ſich ſchon am fruͤhen Morgen auf allen Gaſſen und oͤffentli⸗ chen Plaͤtzen der hoch und ſchoͤn gelegenen Stadt, beſonders aber vor dem Schloſſe ſelbſt, in einzelnen kleineren und groͤßeren Haufen verſammelt. Faſt hatte es das Anſehen, als erwarteten auch ſie die Ankunft jener hohen fuͤrſtlichen Perſonen, zu deren Empfang und vielleicht ſelbſt laͤngerem Aufenthalt das Schloß bereits einige Monate fruͤher von ſei⸗ nem Beſitzer gemiethet und mit freigebiger Han neu hergerichtet worden war.
Allmaͤhlig neigte ſich der wunderſchoͤne Tag ſei nem Ende naͤher, aber noch immer blieben die Wuͤnſche des Volkes unerfuͤllt. Es lag in dem In⸗ tereſſe der Reiſenden, erſt zu der vorgeruͤcktern Ta⸗ geszeit in Salzburg einzutreffen, um bei der vorher angeſagten und daher nicht geheim zu haltenden An⸗ kunft ſo wenig Aufſehen als moͤglich zu erregen.


