Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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erringen, wie ſie kein Anderer ſonſt beſitzen dürfe! Wie

oft träumte ich am Bivouakfeuer im fernen Süden da⸗ von, für Sie mein Leben einſetzen und Ihnen noch ſterbend ſagen zu können, daß ich Sie liebe! Zürnen Sie mir nicht ob dieſes Bekenntniſſes, verkennen Sie mich nicht, ich trachte nicht darnach, Ihnen jetzt, wo Sie ſich mir zur Dankbarkeit verpflichtet glauben, ein Zugeſtändniß abzuringen, das nur die Liebe zu machen berechtigt iſt!

Alice richtete ſich auf, aber nicht als die willens⸗ ſtarke Heldin, in deren Herzen kein anderes Gefühl als die Begeiſterung für das Vaterland Raum gehabt zu

haben ſchien. Nein, in holder weiblicher Scham erglühend

neigte ſie ſich zu dem Knieenden und flüſterte:Und

wenn Ihnen dieſes Zugeſtändniß nun die Liebe geben

würde, wenn mein Herz nun Ihnen gehört hätte vom Tage unſeres erſten Begegnens?

O mein Gott, zu viel des Glückes! ſtammelte Richard, die Hände der Geliebten küſſend.

Er ſprang auf, er zog ſie an ſeine Bruſt und drückte einen langen, heißen Kuß auf ihre Lippen.

Dann ſchob er ſie ſanft von ſich, hielt ſie an den Händen feſt und blickte voll trunkener Seligkeit in ihre ſchönen, hingebenden Züge.

Wie konnte ich das ahnen! murmelte er bebend.

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