ſpottende Mädchen fühlte ihre Selbſtbeherrſchung ſchwin⸗ den ihr Buſen wogte heftig, Thränen ſchimmerten in ihren Augen, ſie wankte.
„Mein Gott“, ſtieß Richard haſtig hervor,„Sie zittern— Sie bedürfen der Ruhe— ſetzen Sie ſich!“
Er erfaßte wieder dieſe ſchönen Hände, welche er zuvor an die Lippen gezogen, und wollte Alice zu einem Balzac führen.
„Hier nicht“, hauchte ſie,„der Teppich iſt mit dem Blute des Elenden befleckt, den eine gerechte Strafe ereilt hat!“
Cora ſchlüpfte zum Tiſche, ſie ergriff die Kerze und öffnete das anſtoßende Gemach.
Alice ſchritt der Schwelle zu, aber ſie ſchwankte und wechſelte die Farbe.
Richard ſtützte ſie und betrat mit ihr das andere Zimmer.
Und wie ſie ſo, ſich an ihn lehnend, einem Fauteuil zuwankte, da jubelte ſein Herz, da ward ſein Gemüth von nie zuvor geahnter Seligkeit erfüllt.
Die Zofe ſetzte die Kerze hin und verſchwand; ſie fühlte, wenngleich eine Schwarze, doch mit dem Inſtinkt des Weibes, daß ſie hier überflüſſig ſei.
Alice ſank auf den Fauteuil nieder.
Richard hielt noch immer ihre Hände und blickte ſie voll ehrerbietiger Zärtlichkeit an.


